Wie uns allen bekannt ist, gibt es hier an der KZU zwei Arten von Noten. Einmal die schriftlichen Noten und die mündlichen Noten, oder wie sie manche Schüler auch nennen: die mitmach-Note. Die mündlichen Noten bestehen zwar grösstenteils aus der Mitmachfreude der Schüler, aber auch aus mündlichen Prüfungen oder Vorträgen, vorallem in Sprachfächern. Manche Lehrer wie z.B. Herr Glenck beziehen auch Projekte mit in diese Note ein. Die mündliche Note hat nicht in jedem Fach den gleichen Einfluss. In Geschichte z.B macht sie 50% der Zeugnisnote aus, in Spanisch und Französisch allerdings 30% und in anderen Fächern wie Mathe oder auch Physik nur 20%. Im Folgenden würde ich gerne die Probleme der mündlich Note erläutern.

Wie vorher schon erwähnt besteht die Note hauptsächlich aus der Beteilligung am Unterricht des jeweiligen Schülers. Dies setzt vorraus, dass Lehrer im Unterricht aufmerksam verfolgen welcher ihrer Schüler sich wie oft meldet und auch wie gut die Qualität ihrer Antworten ist. Die meisten Lehrer behaupten, dass sie dafür eine Liste führen. Doch am Ende des Semester, wenn man mit ihnen über die eigenen Noten spricht, merkt man stark, dass dies nicht der Fall ist. Ich habe auch schon oft von meinen Mitschülern gehört, dass ihre mündlich Note garnicht ihren Leistungen entspricht. Ich selber kann das auch bestätigen mit Rückmeldungen wie: „Du meldest dich eigentlich fast jede Stunde!“ obwohl ich mich in dem jeweiligen Fach zweimal im jeweiligen Semester gemeldet habe. Die Lehrer bewerten die Schüler auch total unterschiedlich. In Spanisch z.B. bekomme ich nur eine 4.75 selbst wenn ich mich pro Lektion mehrmals melde und das konstant. In anderen Fächern wie Physik bekomme ich die selbe Note obwohl ich mich halb so viel melde wie in Spanisch. Dies zeigt ganz klar, dass diese Art von Noten total willkürlich und lehrerabhängig ist, wenn man als Lehrer keine Liste führt.


Bis jetzt habe ich nur einen Lehrer kennengelernt bei welchem die mündlich Note gut funktioniert und nicht willkürlich ist. Unser Englisch Lehrer Herr Jost. Er gibt nicht wie die meisten Lehrer einfach eine Note für die Beteiligung am Unterrciht und lässt diese dann wie eine Prüfung gelten. Er macht mit uns mündliche Prüfungen, welche dann eine Note geben, an der er sich orientiert. Je nach Beteiligung am Unterricht fügt er der Note 0.5 Noten hinzu wenn man sich immer meldet, 0.25 wenn man sich regelmässig meldet, 0 wenn man sich nur manchmal meldet. Er zieht aber auch 0.25 von dieser Note ab wenn man sich nicht genügend meldet oder auch 0.5 wenn es stark ungenügend ist. Wir haben auch gesehen, dass er währe jeder Stunde eine Liste führt und Striche macht wenn sich jemand meldet. Die Note welche dann aus diesem System entsteht ist dann die endgültige mündlich Note.
Soweit mir bekannt ist sind alle Schüler zufrieden mit dem System vom Herrn Jost und viele Schüler wünschen sich auch, dass viel mehr Lehrer in Zukunft eine Liste führen um die mündlichen Noten gerechter zu machen.