Jogging, wie der Fluch zum Segen wurde

Meine Einstellung des Joggings gegenüber war zuerst eher abweisend. Ich betrieb in meiner Freizeit eigentlich schon immer ziemlich gerne Sport, doch so etwa zur Zeit der 1. Klasse (Gymi) war ich dem Joggen extrem abgeneigt, da meine erste Erfahrung nicht wirklich positiv prägend verlief. Doch es sollte noch ganz anders kommen.

Meine Mutter fing an zu „spörteln“, wie sie das so schön nennt, und dazu gehörte eben auch das Joggen. Nun schwärmten meine beiden Eltern immer wieder von den positiven Effekten des Joggens, da mein Vater dann auch vorübergehend damit anfing, und ich meinte eine gewisse Zweideutigkeit aus ihren Aussagen herauszuhören, als ob sie mich dazu überreden wollten mitzumachen. Oft kam das Argument auf, welches immer wieder aufkommt, dass ich aufgrund meines Wachstumsschubes, all das, was mein Körper nicht so schnell aufbauen vermochte, jetzt aufholen müsse, und da wäre das Joggen perfekt.

Mit der Zeit gab ich nach, nicht nur weil ich keine Lust mehr hatte mir all diese Belehrungen anzuhören, sondern auch weil ich es wirklich ausprobieren wollte. So kam es dazu, dass ich zusammen mit meiner Schwester und meiner Mutter den Glattfelder Vita-Parcour machte. Zu Beginn war noch alles im grünen Bereich, als ich dann aber mitbekam, wie langsam die Zeit verging, meine kleine Schwester mir schon fast davonrannte und mir beinahe alles schmerzte, war die anfängliche Motivation weg. Ich versuchte mir jegliche Ausreden zusammenzureimen, warum meine Kondition nur so schlecht war. War es wegen der Pollenallergie oder doch noch Rückstände des infektiösen Asthmas? Von meinem jetzigen Standpunkt her betrachtet, würde ich sagen, dass ich schlicht und einfach nicht daran gewöhnt war und meine Kondition sehr wahrscheinlich auch nicht optimal war.

Heute gehe ich regelmässig und komplett freiwillig Joggen und mache dazu noch eine grössere Runde, ca. fünf Kilometer. Für mich hat sich das Joggen zu einem perfekten Hobby entwickelt. Nicht nur weil ich dabei etwas für meine Gesundheit tue, sondern auch weil man es im Freien unternehem kann, da der Vita-Parcour von Glattfelden im Wald liegt, wo ich sowieso schon gerne hingehe. Mit diesem Hobby ist es mir möglich zwei meiner Passionen zu verbinden und so bin ich froh, dass ich es durchgezogen habe und mich vom anfänglichen „Leiden“ nicht abschrecken liess.

Eines der Bilder der Aussicht, die ich erlebe beim Joggen

Ich hatte einen ziemlich unangenehmen Start, was diese Art des Sportes betrifft, doch währenddessen habe ich gelernt, durchzubeissen und nicht gleich, nur weil es mal ein wenig unangenehm werden kann, aufzuhören. Nun macht mir etwas, mit dem ich zu Beginn mehr Probleme als Freude hatte, extrem Spass und ganz nebenbei habe ich noch eine Lektion für’s Leben gelernt! 🙂

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