Maturarbeit – eine Arbeit mit vielen Wandlungen

Schon von Anfang an wusste ich, dass ich eine naturwissenschaftliche Maturarbeit machen möchte. Der Grund dafür war, dass mir naturwissenschaftliche Fächer besser liegen und ich sie interessanter finde. Ursprünglich wollte ich etwas zum Thema Antibiotika machen, um genauer zu sein etwas zum Thema MRSA. Jedoch ist mir beim ersten Gespräch mit meinem Coach schnell aufgefallen, dass ich leider nichts zu diesem Thema machen kann, wenn ich meine Arbeit im Fach Biologie machen möchte. Das liegt daran, dass man, um eine Arbeit in Biologie machen zu können Experimente dazu durchführen muss und zu diesem Thema Experimente durchzuführen ist nicht wirklich sinnvoll. Mein Coach hat mir dann vorgeschlagen etwas zu Antibiotika Resistenzen zu machen und gab mir daraufhin zwei Optionen, wo ich die Experimente machen kann, und zwar entweder an der KZU oder an der UZH. Danach hat er mir ein paar Beispiele von beiden Optionen gezeigt. Ich habe mich dann dazu entschieden es zuerst an der UZH zu probieren jedoch muss man beachten, dass es dabei auch ein paar Nachteile gibt. Der erste Nachteil wäre, dass ich genau das machen muss, was die UZH als aktuelle Projekte durchführt. Das heisst ich kann nicht selbst entscheiden, was ich genau untersuchen möchte und mit welchen Mitteln so wie ich das an der KZU hätte machen können. Ein weiterer Nachteil wäre auch, dass ich nur einen kleinen Teil in diesen Forschungsprojekten machen könnte. Das liegt daran, dass diese Forschungsarbeiten den Umfang einer Doktorarbeit haben und das ist natürlich viel zu viel ist für eine Maturarbeit. Ausserdem könnte es sein, dass sie meine Anfrage gar nicht erst annehmen, sondern ablehnen. Zuletzt wäre dort noch das Problem mit der Sprache, denn an der UZH werden diese Experimente alle auf Englisch gemacht und selbst viele der Studenten dort sprechen kein Deutsch sondern Englisch. Allerdings ist meine Maturarbeit auf Deutsch, da mein Coach kein Immersionslehrer ist und somit mich nur bei einer deutschen Maturarbeit begleiten kann.

Trotz all dem habe ich mich dazu entschieden es zuerst bei der UZH zu versuchen. Glücklicherweise habe ich ein Projekt gefunden, welches zum Thema Antibiotika Resistenzen gepasst hat und erfreulicherweise haben sie mich angenommen. Ich war sehr glücklich über diese Nachricht und arrangierte ein erstes Treffen mit der Studentin, welche mich begleiten wird, und dem Projektleiter. Dort hatten sie mir genauer erklärt, was sie für Experimente für mich vorgesehen haben und weshalb sie diese durchführen. Nach diesem Treffen habe ich realisiert wie viel Theorie und wie viele neue Begriffe ich noch lernen muss. Sie gaben mir drei Bücher mit, welche die nötigen Informationen dafür beinhalten sollten. Kurz nach diesem Treffen begann ich mich einzulesen, um mein Vorkonzept schreiben zu können und dabei fiel mir auf, dass ich Schwierigkeiten dabeihatte, das Ganze auf zwei verschiedene Sprachen zu machen. Oftmals war ich mir mit den Übersetzungen der Fachbegriffe nicht sicher, da es online nur wenige Ressourcen über das sehr spezifische Thema, welches ich behandle auf Deutsch gibt. Darüber hinaus habe ich in einem weiteren Gespräch mit meinem Coach realisiert, dass meine Leitfrage etwas ganz anderes ist, wie das was ich mir ursprünglich vorgestellt habe. Es geht in meiner Leitfrage eher darum, ob es möglich ist eine universitäre Forschung im Rahmen einer Maturarbeit zu überprüfen und nicht um eine spezifische Hypothese. Mein Coach hat mir bewusst gemacht, dass ich eigentlich nur ein paar Experimente der vorher erwähnten Doktorstudentin nochmals mit ihr mache, damit sie mehr Daten hat. Hätte ich meine eigenen Experimente an der KZU gemacht hätte ich etwas «Neues» entdeckt, aber natürlich nichts Bahnbrechendes.

Obwohl meine Maturarbeit nun ganz anders aussieht, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt habe und es auch ein bisschen schwieriger ist mit dem grossen Lernaufwand und der Hürde mit der Sprache ist es immer noch eine Arbeit, an welcher ich viel Interesse habe und auch Spass haben werde und das ist das Wichtigste an einer solchen langwierigen Arbeit.

 

 

Hinterlasse einen Kommentar