Das erste Mal, dass ich mir ernsthaft Gedanken darüber machte, worüber ich meine Maturarbeit schreiben könnte, war vor einem Jahr in Schottland während der Sommerferien. Ich war dabei, einen Artikel über geplante Reintegrations-Programme für den Luchs in den Schottischen Highlands zu lesen. Das war zwar nicht der Auslöser für meine Faszination für den Luchs, aber der erste Moment, in dem ich dachte, im Zusammenhang mit der einzigen einheimischen Grosskatze der Schweiz meine Maturarbeit zu schreiben.
Als wir im März dieses Jahres einen Informationsanlass zur Maturarbeit in der Aula hatten, hatte ich mich bereits mit meinem Biologie-Lehrer Herr Schwarzenbach auf eine Zusammenarbeit in meiner Arbeit geeinigt. Ich hatte auch schon meine Fragestellung bereit: «Können sich die zwei Luchspopulationen aus dem Schweizer Jura und der Nordostschweiz via Zürcher Unterland verbinden?» Die Knacknuss, die sich mir aber dann stellte, war, wie ich meine Fragestellung beantworten könnte. Und so begann ich damit, meine Arbeit zu planen. Das ist, so habe ich bereits festgestellt, ein sehr wichtiger Teil der Maturarbeit. Ein Projekt selbst strukturieren und aufbauen zu können, sodass es auch gut und effizient umsetzbar ist, ist essenziell. Dies wurde mir so von meinem Betreuer mitgegeben und ich nahm den Rat gerne an. In der Umsetzung hat das sich bisher darin gezeigt, dass ich mich nicht direkt Hals über Kopf ins Thema hineingestürzt habe, sondern mir zuerst überlegte, wie das Endprodukt aussehen soll. Da ich einerseits eine Habitatsanalyse des Zürcher Unterlands für den Luchs machen will und andererseits auch noch mit Umfragen und Interviews die Einstellung der Bevölkerung gegenüber einer möglichen Ausbreitung der Raubkatze, musste ich vorab eine konkrete Vorstellung haben, wie ich diese beiden Teile in eine Arbeit zusammenführen würde. Ich entschied mich auch dazu, als Erstes ein Gespräch mit einer Luchsexpertin zu führen, um mir Wissen anzueignen und gleichzeitig besser zu verstehen, wie ich die Habitatsanalyse durchführen werde. Dieses Interview hat sehr geholfen und es war wichtig, es „in persona“ zu führen, denn so konnte ich die Expertin persönlich kennenlernen und eine Basis schaffen, auf der ich später erneut mit ihr über die Thematik sprechen kann.
Insgesamt bin ich daher mit meiner anfänglichen Herangehensweise an die Maturarbeit sehr zufrieden, da ich sehr bedacht vorging und jetzt genau weiss, was die nächsten Schritte sind und was auf mich zukommt. Von der freien Zeit in den Frühlingsferien habe ich zum Glück Gebrauch gemacht und mich so aufgestellt, dass ich, sobald ich ab Juli wieder mehr Zeit habe, voll durchstarten kann mit dem Arbeiten an meiner Maturarbeit. Nichtsdestotrotz plagt mich ein wenig der Zeitstress. Aber diesen Sommer werde ich nicht die Schottischen Highlands erkunden und dafür aber umso mehr Luchsartikel lesen, weshalb ich genügend Zeit haben sollte.