Nach knapp 5 Jahren bringt die aus Zürich stammende Band „The Royal Hangmen“ ihr neues Album „Paranoid Nightmares“ raus. Ihr neuestes Werk wurde mit Hilfe des Labels Foggy Notion Records im Dezember letzten Jahres veröffentlicht und beinhaltet 13 Punk-Rock-Tracks.
Die seit 2006 aktive Band, bestehend aus fünf Männern mittleren Alters, fühlt sich vor allem beim Garage-Rock, der sich an den 1960er Jahren orientiert, zu Hause. Garage-Rock hat sich aus dem Rock’n’Roll entwickelt und zeichnet sich durch hart verzerrte Gitarrenklänge, groovenden Rhythmus und manchmal mehrstimmige, raue Gesangsstimmen aus.

Auch in ihrem neusten Album weichen sie nicht von ihrem vertrautem Musikstil ab. „Paranoid Nightmares“ mit seinen 13 Songs wird mit sienem verzerrtem, luziferischen Sound dem Album Titel ohne Zweifel gerecht.

Übersetzt bedeutet „Paranoid Nightmares“ „Paranoide Albträume“. Jeder Song im Album ist geprägt von einem ähnlichem Sound, der beim Anhören wie eine Endlosschleife wirkt, welcher man nicht entfliehen vermag. Die geringe Klangvariation hat ihren Ursprung in der Wahl der immergleichen Vintage-Instrumenten, sowie Gitarre und Vox Continental, welche auch öfters in den Tracks solieren. Diese werden eingesetzt, um den Klang der 60er möglichst präzise wiederzu geben, wobei man musikalische Kongruenzen zu berühmten Bands wie „The Doors“ und „The Animals“ feststellen kann.

Durch die rauhe Gesangsstimme wird eine leicht düstere Atmosphäre kreiert, die durch die Kombination von perfekt eingesetzten Dissonanzen unterstützt wird. Der Gebrauch von dazupassenden Liedtexten und rhytmische Betonung bei solchen Stellen, wie „Don’t look back“ im Lied „Run, Don’t Walk“, lassen den Zuhörer panische Zustände beinahe selbst erleben.
Durch die raue Gesangsstimme wird eine leicht düstere Atmosphäre kreiert, die durch die Kombination von perfekt eingesetzten Dissonanzen unterstützt wird. Der Gebrauch von dazu passenden Liedtexten und rhythmische Betonung bei solchen Stellen, wie „Don’t look back“ im Lied „Run, Don’t Walk“, lassen den Zuhörer panische Zustände beinahe selbst erleben. Zwischen den Versuchen, eine schaurige Stimmung zu kreieren, löst oftmals ein fröhlicher Dur-Akkord die Anspannung auf und erleichtert das Albtraumambiente. Aber genau dieses Hin- und Herspringen zwischen Spannung und Entspannung fesselt und zwingt, um nicht aus dem Album, dem paranoiden Albtraum, auszubrechen.
Mit Effekten wie teuflischem Lachen, Türknarzen und dem Pfeifen des Windes, wie vor allem im Song „Paranoid Nightmare“, wird wieder an die ursprüngliche Absicht erinnert: das Herbeirufen der Angst, die man während eines schlechten Traumes verspürt. Trotz all den Bemühungen der Band, den Hörer gänzlich mit negativen Gefühlen zu überschütten, gelingt dies nicht komplett. Es ist schwierig, „The Royal Hangmen“, die liebenswert, gutherzig, ja schon beinahe niedlich wirken, dieses Furchteinflößende und Beängstigende abzukaufen. Genauso ist es mit ihrer Musik, das Diabolische wirkt eher aufgesetzt und unauthentisch, und ihre natürliche und lebensfrohe Art schimmert fast überall durch.
Besonders gefällt mir die Bedeutung der Zahl 13 und wie diese in das Album eingebettet ist. Die Anzahl der Songs im Album beläuft sich auf diese Unglückszahl, die Unheil bringen würde. Dies wurde wahrscheinlich nicht zufällig so gewählt, denn dies ist wieder ein Mittel, um eine düstere Atmosphäre zu schaffen, auch wenn das auf diese Art wiederum sehr erzwungen wirkt.
Mir persönlich hat die Musik von „The Royal Hangmen“ gefallen, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich in meiner Freizeit auch gerne Genres wie Garage-Rock höre. Meiner Meinung nach passt „Paranoid Nightmares“ perfekt als Hintergrundmusik zu einem entspannten Abend auf der Gartenterrasse, wobei man sich die letzten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen lässt. Jedoch wirken alle 13 Songs in diesem Album für mich, als Person mit Synästhesie, gräulich mit wenig Farben verziert, welche als Abwechslung dienen könnten.