“MacMillan Coffee Morning”, “No Uniform Day”, “Movember”, “Christmas Jumper Day” und die “Sixth From Fashion Show” sind nur eine Auswahl an Wohltätigkeitsevents, die während unserer Zeit an der King’s School in Macclesfield stattgefunden haben.
Ich habe gelernt, dass solche Veranstaltungen für einen guten Zweck in England eine ganz andere Bedeutung haben als hier in der Schweiz. Ich kann mich nämlich nicht daran erinnern, dass wir an der KZU jemals eine Wohltätigkeitsveranstaltung in diesem Ausmass hatten. An der Privatschule in Manchester gab es jedoch jeden Monat mehrere solcher Events, an denen wir uns beteiligen konnten:
Am “No Uniform day” konnte man, wie der Name schon sagt, ohne Schuluniform in die Schule kommen und hat dafür zwei Pounds für die Organisation “Children in Need” gespendet. Zudem wurde Kuchen verkauft, um noch mehr Geld zu sammeln.

“Movember” war eine andere Sammelaktion, an der wir aber leider nicht teilnehmen konnten. Es ging nämlich darum, dass die Jungs ausnahmsweise ihren Bart wachsen lassen durften und dafür gespendet haben.
Zudem gab es während des ganzen Semesters immer wieder Bake Sales, bei denen Geld für Organisationen wie “MacMillan Cancer Support” gesammelt wurde.
Der grösste Event des Semesters oder sogar des ganzen Jahres war jedoch wohl die “Sixth Form Fashion Show”. Diese findet jedes Jahr anfangs Dezember statt und sammelt Geld für “The Christie”, eine Wohltätigkeitsorganisation aus Manchester für Krebsbehandlung. Als wir gefragt wurden, ob wir auch mitmachen wollen, haben wir natürlich nicht lange überlegt und zugesagt. Die Vorbereitungen für dieses Event begleiteten uns fast die ganzen vier Monate, die wir an dieser Schule verbrachten. Zuerst ging es darum, die Gruppen zu bilden (eine für die 70er, eine für die 80er, eine für die 90er und eine für die 2000er). Danach haben wir auch schon angefangen jeden Freitag Nachmittag nach der Schule zu proben und unsere Choreografie zu enwickeln. Gleichzeitig musste jeder, der mitmachen wollte, bis zum Start der Fashion Show im Dezember 100 Pounds sammeln, um diese auch zu spenden. Wir haben dies getan, indem wir Zopf gebacken haben und in unserer Nachbarschaft Leute angesprochen, ihnen unsere Situation erklärt und gefragt haben, ob sie ein “Schweizer Brot” für diesen guten Zweck kaufen wollen. Mich hat erstaunt wie viele Leute tatsächlich unser Brot gekauft haben und wie viel sie dafür bezahlt haben (wir haben nämlich keinen Preis festgelegt, sondern gesagt, sie können so viel bezahlen, wie sie für richtig halten). Von einer netten Frau haben wir für ein kleines Brot 20 Pounds bekommen, einfach weil sie fand, dass es eine gute Sache war. So haben wir mit unseren Broten tatsächlich 300 Pounds verdient (da wir zu dritt waren), die wir spenden konnten.

Der Abend selber war auch ein voller Erfolg und es hat riesigen Spass gemacht, bei diesem Event dabei zu sein und das auch noch für einen guten Zweck!
Ich finde es ist eine sehr gute Sache, dass es so viele Wohltätigkeitsveranstaltungen an einer Schule gibt. Einerseits, weil man natürlich etwas Gutes tut und Leuten hilft, aber auch gerade in Schulen, wo es Kinder ab 3-4 Jahren gibt, wie an der KingsMac, ist es eine hervorragende Möglichkeit für die Schüler über wichtige Probleme und Dinge zu lernen, die unsere Welt beschäftigen. Da das Organisieren dieser Events meistens auch von den Schülern selbst übernommen wird, lernen sie auch viel über Planung und Organisation, was sehr hilfreich ist, egal um was es genau geht. Zudem finde ich, dass es eine angenehme Abwechslung vom normalen Schulalltag ist, und viele Schüler beteiligen sich sehr gerne an diesen Veranstaltungen.