Vor einiger Zeit habe ich das Surfen entdeckt. Ich habe viele Serien, Filme und andere Videos, in denen das Surfen eine Rolle spielte, gesehen und je öfters ich solche Videos/Filme angeschaut habe, umso mehr wollte ich selber Surfen lernen.
Doch es stellte sich heraus, dass das etwas schwierig ist in der Schweiz :).
Aber dann hatte ich vor einigen Jahren entdeckt, dass es in Zürich eine Surf-Welle gibt. Es ist eigentlich einfach eine Welle in einem grossen Pool, die immer an Ort und Stelle bleibt. Mein Bruder und ich haben dann dort eine Anfänger-Surflektion gemacht und es hat mir richtig viel Spass gemacht. Ich wollte am liebsten gleich nochmals dorthin, doch es war eine ziemlich teure Sache. Aber als wir dann im nächsten Jahr doch nochmals dort waren, wollte ich endlich auch mal so richtig im Meer wellenreiten.

Dieser Traum hat sich dieses Jahr erfüllt, als wir in den Sommerferien in Hawaii waren. Wir waren zuerst auf der Insel Kauai. Dort haben wir zum ersten Mal im Meer gesurft und es stellte sich heraus, dass es noch um einiges schwieriger war als auf der Surf-Welle zu Hause. Denn wenn man auf dieser, sich nicht bewegenden Welle surfen wollte, ist man direkt vom Rand des Pools auf das Board gestanden. Wenn man aber im Meer surft, muss man zuerst von der liegenden Position, in der man paddelt, auf dem Brett aufstehen. In dieser ersten Surflektion (eineinhalb Stunden) konnte ich genau einmal wirklich auf dem Board stehen. Anfangs war es ziemlich deprimierend, vorallem da mein Bruder gleich bei seinen ersten Versuchen aufstehen konnte, doch als ich endlich stand war ich einfach nur glücklich und obwohl meine Arme vom vielen paddeln schmerzten, wollte ich gleich nochmals eine Welle reiten.

Etwas mehr als eine Woche später sind wir dann weiter nach Maui geflogen. Und dort haben wir einige Tage vor unserer Abreise noch eine zweite Surflektion gemacht. Dieses Mal ging es schon um einiges besser, ich konnte fast jede Welle stehen. Das könnte aber vielleicht auch daran gelegen haben, dass die Wellen dort um einiges kleiner waren als die auf Kauai.
Am Anfang dieser zweistündigen Lektion waren wir direkt am Strand vor der Surfschule, doch dort waren die Wellen, wie unser Surflehrer meinte, viel zu klein. Deswegen sind wir etwa 100 Meter weiter nach links gepaddelt, an einen Ort namens “Turtle-Town”. Zuerst habe ich mir nichts gedacht bei diesem Namen, doch als wir dort waren sah ich schon eine riesige Schildkröte im Wasser. Der Ort machte seinem Namen wirklich alle Ehre, denn es gab nicht nur eine Schildkröte dort, sondern richtig viele. Das verrückte daran war auch, dass diese Schildkröten nicht weggingen, als wir kamen und so konnte man, wenn man auf dem Board stand und nach unten schaute, zum Teil sehen, wie man ganz knapp an einer Schildkröte vorbei surfte. Das werde ich so schnell nicht vergessen!

Jetzt, wo wir wieder zu Hause sind, ist mein Traum so richtig surfen zu lernen noch grössern geworden und ich hoffe, dass ich bald wieder die Chance dazu bekomme und eines Tages richtig gut surfen kann…