Erste Schritte im Metaverse

Gestern habe ich meine erste Metaverse-Galerie veröffentlicht, gefüllt hab
ich sie mit den schönsten Bildern des Matterhorn-Ausbruchs einer kürzlich
mittels KI designter Kollektion, die ich auch als NFTs gemintet (=auf eine
Blockchain geprägt) habe. Das Ganze sieht – wie ich finde – durchaus gelungen aus, jedoch frage ich mich, ob das wirklich Kunst ist, was ich da mittels digitaler Hilfsmittel, die ich selbst kaum verstehe, geschaffen habe, oder ob es doch bloss „Content“ ist…

Meine erste Gallerie im Metaverse auf oncyber.io

Begonnen hat meine Matterhorn-Vulkan-Obsession Anfang August, kurz nachdem ich für die Beta-Version von Dalle-2 zugelassen worden bin. Ich wollte was Schweizerisches, aber auch ein bisschen «alternate reality», so bin ich auf die Idee gekommen und habe dann während zwei, drei Wochen immer mehr Varianten «geprompted» und rendern lassen. Mir schien das auch eine gute Gelegenheit mal eine eigene NFT-Kollektion zu erstellen. Weil ich Quadratzahlen mag, bin ich zum Schluss gekommen, dass 256 verschiedenste Versionen des ausbrechenden Matterhorn-Vulkans genug sein würden.

Mein erster „Swissvolcano“ im Stile Ankers, erstellt mit Dalle2.

Durch den Erstellungs- und Auswahlprozess habe ich aber zunehmend auch das ermüdend Langweilige dieser durch wenige Klicks produzierten Bilder wahrgenommen. Einzeln betrachtet wirken sie zuweilen grandios und durchaus künstlerisch, aber durch die Flut der Variationen ist mein Blick irgendwie «abgestumpft». Da ich auch diesem Aspekt der neuen Weise der Kunstproduktion hab gerecht werden wollen, habe mittels Photoshop 16 Metaquadrate und Galerie-Streifen (mit je 16 Bildern) sowie vier GIFs (mit je 64 Bildern) zusammengebastelt.

Ein Beispiel eines 4×4 Metabildes: swissvolcanos square #16

Der mühsamste Teil ist das Minten gewesen, als Noob dachte ich wohl zu wenig, wie lange das Dauern würde, zumal man auf OpenSea bei jedem Mint eine (bzw. meist gleich mehrere) Captchas bewältigen muss… Mein Blick ist dabei noch viel stumpfer geworden, ich konnte tagelang keine Zebrastreifen, Ampeln, Hydranten etc. mehr sehen, ohne an diese lange Nacht des Mintens zurückzudenken. Jedenfalls kann man alle Bilder und Metabilder nun auch auf Opensea ansehen.

Theoretisch hätte ich dann mit dem Verkauf meine Swissvolcanos NFTs beginnen können, doch irgendwie schien mir mein «mereodynamisches Kunstwerk» – ich meine damit alle 256 Einzelabbildungen inklusive der «Metabilder» zusammen bzw. in ihren Wechselspielen zueinander, – noch immer unfertig. Und so hab ich’s nun gewagt, meine ersten Schritte ins Metaverse zu tun: Auf oncyber.io hab ich – es dauerte keine 90min – meine erste Galerie erstellen und veröffentlichen können. Meine zweite hab ich heute in einer Zwischenstunde erstellt, in letzterer kann man die bizarren und merkwürdigeren KI-Bilder sehen. Ob und wann ich die NFTs verkaufe, weiss ich allerdings noch nicht. Jedoch hat mich erst das Ausleben dieser Idee erfahren lassen, dass das Metaverse durchaus auch was Sinnhaftes sein könnte, gleichzeitig habe ich jedoch viele Bedenken, was da mit der gerade „explodierenden“ KI alles auf uns zukommen wird…

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